Regenwaldschutz ist Klimaschutz

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Seit 2005 realisiert LichtBlick im Rahmen seines freiwilligen Engagements für Umwelt- und Klimaschutz ein Projekt das dem Schutz des Regenwaldes in Ecuador dient.
Gemeinsam mit "GEO schützt den Regenwald e. V." und der örtlichen Umweltschutzorganisation DECOIN (Defensa y Conservación Ecológica de Intag) unterstützt LichtBlick eine Initiative südlich des Cotacachi-Cayapas-Naturreservats. Ziel ist es, die Zerstörung der Natur zu stoppen und eine nachhaltige Entwicklung der Region zu fördern.

Für jeden Kunden und jeden Monat, in dem Energie von LichtBlick bezogen wird, kauft LichtBlick mindestens einen Quadratmeter Regenwald. Aktuell sorgen über 550.000 Privatkunden dafür, dass die Fläche jeden Monat um eine Größe von ca. 110 Fußballfeldern wächst. Mit steigender Kundenzahl wird sich entsprechend auch die Größe der monatlich neu erworbenen Flächen erhöhen. Im Jahr 2004 investierten wir den Betrag für Weihnachtsgeschenke an die Geschäftspartner und Firmenkunden in das Projekt. Von dem einmaligen Beitrag wurde eine Baumschule zur Wiederaufforstung abgeholzter Flächen errichtet.

Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft des renommierten Klimaforschers Prof. Dr. Hartmut Grassl, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg.
 

Das Schutzgebiet

Die Andenregion Intag liegt etwa 200 Autokilometer nördlich von Ecuadors Hauptstadt Quito zwischen dem tropischen Tiefland und den Nebelwäldern, die an der Westflanke der bis 6000 m hohen Gebirgskette wachsen. Im Norden grenzt die Intag-Region grenzt an das Cotacachi-Cayapas-Naturreservat, wo rund 28 vom Aussterben bedrohte Säugetier- und Vogelarten leben.

Die Situation vor Ort

Ecuador weist eine der höchsten Abholzungsraten von Südamerika auf. Kahlschlag, Brandrodungen, Straßen- und Siedlungsbau, Ölförderung und Erzabbau haben im Westen Ecuadors bereits 96 Prozent des einst flächendeckenden Bergregenwaldes vernichtet. Und die Zerstörung geht weiter: Auf der Suche nach neuem Ackerland brennen die Kleinbauern wertvollen Bergregenwald nieder. Die Folge: Der Regen lässt ganze Berghänge erodieren, der Boden kann kein Wasser mehr speichern und trocknet aus, Ernten verdorren. Gleichzeitig wird sauberes Trinkwasser knapp. Die Bauern verlassen das wertlos gewordene Land, ziehen weiter und roden neue Flächen.

Ziele des Projekts

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern will LichtBlick den Teufelskreis der Zerstörung stoppen. Waldflächen sollen unter Schutz gestellt und gerodete Flächen wiederaufgeforstet werden, um die Erosion zu verhindern und den Schutz des Trinkwassers sicherstellen zu können. Effektivere, umweltverträgliche Landbaumethoden, Kleingewerbe und Öko-Tourismus sollen das Einkommen der Bauern verbessern. Parallel werden in Gemeinden, Schulen und Jugendgruppen Schulungen in Naturschutz und nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen veranstaltet. Langfristig sollen sich die Maßnahmen selbst tragen.

Die Erfolge der ersten Jahre

Das Schutzprojekt begann im Wassereinzugsgebiet des Intag-Flusses Cristopamba. Der mit über 300 Familien größte Bezirk im Intag, Cuellaje, kaufte aus Budgetmitteln fünf Quadratkilometer Urwald und erklärte die Fläche zum Wasserschutzgebiet. Vorbereitungen für die Gründung von zwei kleinen Gewerbebetrieben sowie einer Fischzucht liefen an.

Diesem Vorbild folgten in den nächsten Jahren fünf weitere Umlandgemeinden. Sukzessive soll in der gesamten Intag-Region, vom Rio Cristopamba bis zum Rio Intag, ein Netz aus geschützten Wassereinzugsgebieten, aufgeforsteten und nachhaltig bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen sowie Gewerbebetrieben entstehen. Die Ausgangslage der Dörfer ist dabei ganz verschieden. Manche der künftigen Schutzgebiete sind noch mit Urwald bedeckt, andere sind vollständig abgeholzt oder werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Für jede Fläche entwickeln die Bewohner individuelle Aufforstungs-, Wirtschafts- und Schutzprogramme.

Neben biologischen Erhebungen, Marketing-Recherchen und Schulungen mit den Dorfbewohnern werden neue Gewerbebetriebe gegründet und bestehende unterstützt. Bereits im dritten Jahr reicht das Netz aus geschützten und aufgeforsteten Flächen vom Rio Cristopamba bis zum Rio Intag einschließlich Cuellaje und Plaza Gutierrez.

Erfolgreiche Partnerschaften

Bei dem Engagement handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Unternehmen LichtBlick, der Initiative "GEO schützt den Regenwald e. V." als erfahrenem Träger von Regenwald-Schutzprojekten in aller Welt und der ecuadorianischen Umweltschutzorganisation DECOIN.

DECOIN

Die "Defensa y Conservación Ecológica de Intag" DECOIN wurde 1995 gegründet. Ziele der Organisation sind der Schutz der Bergregenwälder und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der Region. Die Organisation konnte bereits den Bau von Kupferminen verhindern und zahlreiche Waldgebiete vor der Zersiedelung bewahren. Strategie von DECOIN ist es, die Gemeinden aktiv in jeder Phase der Projekte zu beteiligen. So entscheiden die Einwohner über alle Aktivitäten selbst, verwalten Schutzgebiete eigenverantwortlich und profitieren am wirtschaftlichen Erfolg der Maßnahmen in Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus.

GEO schützt den Regenwald e. V.

Der Verein wurde 1989 gegründet. Er hat seinen Sitz in Hamburg und setzt sich weltweit für den Erhalt der Regenwälder und die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen ihrer Bewohner ein. Mehr als 60 Schutz- und Entwicklungsprojekte in tropischen Ländern hat der gemeinnützige Verein inzwischen initiiert und gefördert.

Wasserkraftwerk Nepal

Erfolgreich abgeschlossen ist ein Projekt in Nepal. Gemeinsam mit "Geo schützt den Regenwald e. V." verwirklichte LichtBlick den Bau eines Laufwasserkraftwerks in Landruk im Himalaya. Das Kraftwerk nutzt die uneingeschränkt verfügbare Wasserenergie zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom. Dadurch wird der Verbrauch an Brennholz aus dem Regenwald massiv verringert. Das Projekt wurde begleitet von umfangreichen Aufforstungen sowie gezielten Bildungskampagnen für die Bewohner des Ortes.