17
Februar
2012

Wie kommen aktuelle Strompreise zustande?

Ein Thema, das so häufig wie kaum ein anderes diskutiert wird: Strompreise in Deutschland. Wie kommen diese zustande? Warum ändern sich die Preise überhaupt? Und warum muss sich ein Verbraucher überhaupt auf Preisänderungen gefasst machen?

Die Preisentwicklung an gewissen Großhandelsmärkten sind maßgeblich für die Preise der Stromlieferung, die letztendlich der Verbraucher zu tragen hat. Eine Strombörse, die bekannt sein dürfte, ist der EEX in Leipzig. Die Kosten, die hierbei festgelegt werden, machen etwa ein Viertel des Gesamten Strompreises aus. Andere Preisbestandteile werden vom Staat reguliert (wie beispielsweise die Netznutzung oder Steuerabgaben). Auch Kosten, die sich auf CO2-Emissionsrechte berufen, sind im Energiekostenanteil enthalten. Weitere 5% des Strompreises kommen für Abrechnung, Ablesung und Steuereinrichtungen hinzu.

„Merit-Order“ heißt das Prinzip nach welchem sich an der EEX die Großhandelspreise herausbilden: Das Kraftwerk, das am Teuersten an der Deckung des Bedarfs beteiligt ist, bestimmt die Preise an dem komplett gehandelten Strom. Automatisch bildet sich dabei eine bestimmte Einsatzreihenfolge aus: Die Kraftwerke mit den geringsten Grenzkosten laufen immer durch und schütten am meisten Gewinn aus. Die Rede ist hierbei natürlich von Kernkraftwerken, deren Nutzung sehr umstritten ist, doch da sie ununterbrochen in Betrieb sind, spielt deren Nutzung bei einem Mehrbedarf keine Rolle.
25% des kurzfristig gehandelten Stroms in Deutschland werden nach eben diesem Prinzip an der EEX umgeschlagen.

Es ist aber zu beachten, dass der dabei festgelegte Preis als Referenz für außerbörsliche Geschäfte gilt. Versorgungsunternehmen haben ein sicheres Vorgehen, um sich gegen Preissteigerungen abzusichern. Dadurch, dass industrielle Großkunden ihren voraussichtlichen Strombedarf im Voraus bestellen, wirken sich die Entwicklungen der Großhandelstarife erst verzögert auf den Verbraucher aus, der von den Preisentwicklungen dann aber lediglich „überrumpelt“ wird.

Kategorie: Allgemein

10
Februar
2012

Ecotricity vs. The Big 6

The collapse of old energy in England... #DumpTheBigSix

Kategorie: Allgemein

06
Februar
2012

Theater in Aachen setzt auf Ökostrom der STAWAG

Für das Theater in Aachen startet das Jahr 2012 ganz im Zeichen des Klima- und Umweltschutzes.
"Ein Jahr für die Ewigkeit" so lautet der Titel des ersten CO2-freien Theaterstücks der Welt.
Denn das Theater ist auf Ökostrom der STAWAG AG umgestiegen und bietet deren Ökostromkunden ein vergünstigtes Theaterabo an.

Mit dem sog. »Grüne Abo« winkt eine Ersparnis von bis zu 45% Ermäßigung in dieser und der kommenden Spielzeit. Das Angebot ist ab dem 1. Januar 2012 bis zum 31. Juli 2012 gültig. Weiterführende Informationen unter:

www.theateraachen.de

Kategorie: Kooperationen

03
Februar
2012

Rösler: "E-Energy beschleunigt den Umbau der Energieversorgung"

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, und der Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), Prof. Dr. Henning Kagermann, haben heute in Berlin den dritten E-Energy-Jahreskongress unter dem Motto "E-Energy beschleunigt die Energiewende" eröffnet. Auf der zweitägigen Veranstaltung, die acatech gemeinsam mit dem BMWi durchführt, tauschen sich mehr als 300 nationale und internationale Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über den Umbau der vorhandenen Stromnetze hin zu intelligenten Energiesystemen (Smart Grid) aus.

Bundesminister Rösler: "Für die Energieversorgung der Zukunft brauchen wir zukunftsfähige Energienetze. Der Umbau der Energieversorgung führt zu einer dezentraleren und stärker vom Wetter abhängigen Stromerzeugung. Um unter diesen Voraussetzungen eine verlässliche Stromversorgung für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu gewährleisten, müssen wir Stromverbrauch und Energieerzeugung intelligent ausbalancieren. Stromproduzenten, Leitungsbetreiber und Kunden müssen künftig besser vernetzt werden. Der Schlüssel dazu sind die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Ergebnisse des E-Energy-Kongresses sollen deshalb zügig, sowohl in die Arbeit der Netzplattform des BMWi, als auch in die Umsetzung der IKT-Strategie "Deutschland Digital 2015" der Bundesregierung einfließen. So kann E-Energy den Umbau der Energieversorgung voranbringen und neue Wachstumskräfte freisetzen."

Im Rahmen der Konferenz werden die Ergebnisse der von acatech erstellten E-Energy Zukunftsstudie "Future Energy Grid" und aktuelle Erfolgsbeispiele zum Smart Grid aus dem bis Anfang 2013 laufenden BMWi-Leuchtturmprojekt diskutiert. Die im Rahmen dieses Projekts mit rd. 60 Mio. Euro geförderten Forschungsaktivitäten untersuchen in Praxisbeispielen, welchen Beitrag die Informations- und Kommunikationstechnologien zu intelligenten Netzen leisten können. Darüber hinaus nimmt E-Energy mit dem vom BMWi geförderten acatech-Projekt "Future Energy Grid" auch die langfristigen Perspektiven für das intelligente Stromnetz in Deutschland in den Blick. Hier werden die Herausforderungen bis zum Jahr 2030 analysiert und Aktionsfelder und Erfolgsfaktoren für den Weg zum smarten Energiesystem der Zukunft herausgearbeitet.

Kategorie: Politik

31
Januar
2012

Verbraucherzentralen: Kein Durchblick bei „Ökostrom“

Verbrauchererwartungen werden nicht erfüllt – Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert ein einheitliches Label in Anlehnung an das Biosiegel für Lebensmittel

Der vzbv fordert ein bundesweit einheitliches und anspruchsvolles Label für Ökostrom. „Wie bei Biolebensmitteln brauchen wir endlich auch beim Ökostrom Verlässlichkeit“, fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen. Eine repräsentative Umfrage von forsa im Auftrag des vzbv belegt: Verbraucher verlieren in der Labelflut des Ökostrommarktes mit unterschiedlichen Philosophien und intransparenten Kriterien den Durchblick. „Soll Ökostrom weiterhin eine Erfolgsstory bleiben und eine tragende Säule der Energiewende werden, ist es höchste Eisenbahn für ein verlässliches Ökostromlabel“, sagt  Billen.

Irrtümlich gehen fast 40 Prozent der Befragten davon aus, dass klare gesetzliche Regelungen bestehen, die festlegen, was „Ökostrom“ ist. So das Ergebnis der Umfrage. Tatsächlich ist der Begriff jedoch weder gesetzlich definiert noch rechtlich geschützt. Nur gut jeder vierte Verbraucher hat schon einmal von einem Ökostromlabel gehört. Viele denken, zwischen den Labels gebe es keine Unterschiede. Dies hatte kürzlich auch eine Umfrage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bestätigt. „Die Verbraucher finden das Thema Ökostrom wichtig, wissen aber nicht, was es ist“, bilanziert Billen und sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf seitens der Wirtschaft und der Politik.
Ökostrom durch Zukauf von Zertifikaten lehnen Verbraucher ab

Händlermodell, Spendenmodell, Initiierungsmodell, CO2-Kompensationsgeschäfte – der Markt lässt gegenwärtig eine unübersichtliche Palette an Angeboten unter dem Begriff „Ökostrom“ zu. „Die für Verbraucher wichtigen Kriterien finden sich in den Marktangeboten nur unzureichend wieder“, berichtet Billen. So erwarten die Verbraucher, dass Ökostrom zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen erzeugt wird, die Herkunft transparent ist und der Anbieter einen Teil seiner Erlöse in den Bau neuer Anlagen investiert. Zudem wünscht sich etwa die Hälfte der Befragten eine zeitgleiche Erzeugung des Ökostroms zum Verbrauch, die Erzeugung in Deutschland sowie einen Direktbezug vom Stromerzeuger. Strom durch den Zukauf von Zertifikaten einen grünen Anstrich zu geben, lehnen die Verbraucher hingegen ab.
Bundesregierung muss „Projekt Ökolabel“ rasch umsetzen

„Die Bundesregierung muss mit einem anspruchsvollen Standard und einem Label für Ökostrom rasch Klarheit in diesem wichtigen Stromsegment schaffen“, fordert Billen. Das Wirtschafts-, Umwelt- und Verbraucherministerium sind jetzt gefordert, den Ausbau der nachhaltigen Energieerzeugung in transparente Bahnen zu lenken. Es müsse festgelegt werden, wer die Federführung bei diesem wichtigen Projekt hat. Billen: „Nur mit einem ambitionierten Label können Verbraucher mit einem Stromanbieterwechsel positive Akzente für den Klimaschutz setzen“.
Ausgewählte Umfrageergebnisse

45 Prozent finden das Thema Ökostrom wichtig.
37 Prozent meinen, es gebe klare gesetzliche Regelungen, was Ökostrom ist.
27 Prozent haben schon einmal von Ökostromgütesiegeln gehört; am bekanntesten ist TÜV Süd mit 30 Prozent.
Die Mehrheit kennt die Unterschiede zwischen den Labels nicht oder glaubt, es gebe keine.
69 Prozent würden bei Ökostrombezug dazu beitragen wollen, dass neue Anlagen gebaut werden.
82 Prozent wünschen sich, dass der CO2-Ausstoss insgesamt verringert wird.
Für rund zwei Drittel der Verbraucher gehören Atomstromfreiheit, Investition in Neuanlagen und 100 Prozent Erneuerbare zu den zwingenden Anforderungen.
Für rund die Hälfte der Befragten halten folgende Kriterien für erforderlich: Gütesiegel/ Herkunftsnachweis, zeitgleiche Bereitstellung, Erzeugung in Deutschland sowie Direktbezug vom Stromerzeuger.
61 Prozent finden einen genauen Nachweis der Investitionen in neue Anlagen notwendig.
87 Prozent haben ein hohes Vertrauen in die Verbraucherzentrale, 86 Prozent in die Stiftung Wartentest, wenn es um die Definition eines Gütesiegels geht.

Kategorie: Allgemein

25
Januar
2012

EnergieSparMesse 2012 in Duisburg

Eröffnet wird die EnergieSparMesse 2012 am 23. Februar um 9.30 Uhr. An drei Tagen können sich Interessierte bei Fachvorträgen in der e² EnergieWelt, dem Energiespar-Center der Stadtwerke Duisburg AG, und im Messebereich auf drei Etagen u. a. zu den Themen Haustechnik, Energie- und Baufragen, modernes Heizen, Dämmen, erneuerbare Energien und E-Mobility informieren. Die Veranstaltung endet am 25. Februar um 20 Uhr. Schirmherr der EnergieSparMesse ist Stadtdirektor Dr. Peter Greulich, Leiter des Dezernats für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.  Mehr Infos unter

www.stadtwerke-duisburg.de/energiesparmesse

Kategorie: Energieeffizienz

24
Januar
2012

Mitsubishi setzt auf Ökostrom in Deutschland

Während landauf, landab die Strompreise steigen, versprechen die Stadtwerke Rüsselsheim ihren Kunden, dass sie ihren bereits seit April 2011 geltenden Ökostrom-Tarif auch bis zum Ende des Jahres 2012 nicht anheben werden. Lediglich die seit Jahresanfang erhöhten gesetzlichen Abgaben und Umlagen werden an die Kunden weitergegeben. Dadurch erhöht sich der Preis von 21,9 auf 22,12 Cent je Kilowattstunde. Das macht bei einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden eine Erhöhung von 45 Cent im Monat aus. „Von diesen staatlichen Vorgaben abgesehen bieten wir eine Preisgarantie für das gesamte Jahr“, betont Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer.

„Auch die Geschäftswelt erkennt immer mehr, dass wir mit unserem MainÖkoStrom ein gutes und absolut umweltfreundliches Produkt anbieten“, freut sich Thomas Gapp, Bereichsleiter Kunden und Vertrieb. Nach der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (gewobau) ist auch die Mitsubishi Motors Deutschland GmbH zu den Stadtwerken gewechselt. Die Deutschland-Zentrale des Automobilherstellers in der Stahlstraße wird somit zu hundert Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.

„Für uns war es eine Frage der Glaubwürdigkeit, auf Ökostrom zu setzen“, erklärt Hiroshi Taguchi, Geschäftsführer bei Mitsubishi, „denn mit unserem i-MiEV nehmen wir eine Vorreiterrolle bei den Elektroautos ein und wissen daher besonders gut einzuschätzen, wie wichtig es ist, Strom aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen.“ Mit Ökostrom fährt der i-MiEV nahezu CO2-frei und leistet so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. „Für den Wechsel zu den Stadtwerken sprach zudem deren günstiges Angebot.“

Die Stadtwerke Rüsselsheim sind seit Anfang des Jahres auch Kunde bei sich selbst. „Zuvor waren wir vertraglich noch einen anderen Anbieter gebunden, denn wir bieten unseren MainÖkoStrom ja erst seit April 2011 an“, erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer. Allerdings hatten die Stadtwerke auch zuvor schon Ökostrom bezogen. Doch jetzt sind sie mit 143.000 Kilowattstunden einer ihrer größten Kunden.

Die weit überwiegende Zahl sind indes Privatkunden. Mittlerweile 1600 Rüsselsheimer haben sich für MainÖkoStom von den Stadtwerken Rüsselsheim entschieden. „Der Club der Öko-Stromer wird immer größer“, freut sich Thomas Gapp. Aus seiner Erfahrung gibt es eine Handvoll Gründe und Motive, wegen denen sich die Rüsselsheimer für MainÖkoStrom entscheiden. „Wer diesen Strom kauft, sorgt dafür, dass der Ausstieg aus der Atomenergie möglich wird.“

Gapp verweist darauf, dass die Stadtwerke alle Empfehlungen der Verbraucherschützer erfüllen. Dazu gehört der Service mit zwei Kundenzentren vor Ort ebenso wie die vertraglichen Modalitäten. „Bei uns gibt es weder Vorkasse noch lange Vertragslaufzeiten; die Kunden können jeden Monat wechseln.“

Für Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer spielt noch ein anderer Aspekt eine Rolle: „Wer sich für MainÖkoStrom entscheidet, stärkt letztlich Rüsselsheim.“ Als hundertprozentige Tochter der Stadt kommen Gewinne der Stadtwerke am Ende der Stadtkasse und somit den Einwohnern zu Gute. „Die Stadtwerke gehören vollständig der Stadt Rüsselsheim, hier hat keiner der vier großen Energiekonzerne seine Hände mit im Spiel.“

Bild zeigt: Thomas Gapp, Bereichsleiter Kunden und Vertrieb bei den Stadtwerken, und Hiroshi Taguchi, Geschäftsführer von Mitsubishi, vor der Firmenzentrale.

Kategorie: Kooperationen

16
Januar
2012

„Aktivste Solarschule Deutschlands“ Anmeldeschluss verlängert.

Der Verein „Solarenergie macht Schule“ ruft zum bundesweiten Schulwettbewerb „Aktivste Solarschule Deutschlands“ auf. Alle interessierten Schulen sind aufgerufen daran teilzunehmen! Der Anmeldeschluss wurde auf den 31.01.2012 verlängert.

Der Verein Solarenergie macht Schule wurde im Mai 2011 von Vertretern aus den Bereichen Solarwirtschaft, Bildung und Nachhaltige Entwicklung mit dem Ziel gegründet, SchülerInnen über ihre Bildungseinrichtungen an Erneuerbare Energien, insbesondere Photovoltaik, heranzuführen und diese deutschlandweit zu vernetzen.

Die konkreten Ziele des Vereins:

-SchülerInnen an das Thema Photovoltaik und Erneuerbare Energien heranführen
-Solarschulen und Aktionen zum Thema bündeln & vernetzen
-Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten in der Branche aufzeigen

Viele weitere Informationen finden Sie auch auf dem Facebook-Profil des Vereins Solarenergie macht Schule e.V. ( http://www.facebook.com/pages/Solarenergie-macht-Schule-e-V/239963026021619 ) oder im Internet unter: http://www.solarenergie-macht-schule.de

Kategorie: Solarkraft

11
Januar
2012

Rückgang der Solarstromförderung um ca. 30% in 2012

Laut des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) e.V. aus Berlin, greift die gesetzliche Kostenbremse, die erhöhte Photovoltaik-Nachfrage führt 2012 zu Reduzierung der Solarstromförderung um ca. 30%. Somit wurde die Solarförderung damit binnen zweieinhalb Jahren annähernd halbiert.  Die Solarstromförderung erreicht somit das Niveau privater Stromtarife und bereits 2013 wird das Förderniveau von Windkraftanlagen auf dem Meer erreicht, so der BSW. Konkret wird die Solarförderung in 2012 in zwei Schritten gekürzt: um 15 Prozent zum 1. Januar 2012 und voraussichtlich um weitere 15 Prozent zum 1.7.2012. Durch das starke Wachstum der Photovoltaik steigt ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch 2012 auf über vier Prozent. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet bei moderater Weiterentwicklung einen Beitrag von über zehn Prozent im Jahr 2020. Solarstrom wird dadurch zu einem wesentlichen Motor der Energiewende, die durch den Wegfall der Atomkraft beschleunigt werden muss.

Kategorie: Solarkraft

27
Dezember
2011

Solarstaat: Energiekehre statt Energiewende.

Der langjährige Marketing- und Vertriebsleiter der SOLON Solartechik AG und u.a. Vorstand der systaic AG, Olaf Achilles, hat ein Buch zur Energiewende verfasst.

Geht es nach der Bundesregierung, soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch in den nächsten 40 Jahren auf lediglich 60 Prozent und am Stromverbrauch auf lediglich 80 Prozent steigen. Der Autor Achilles hält dies für eine künstliche und vollkommen unnötige Verlängerung des jetzigen Zustandes. 100 Prozent erneuerbare Stromversorgung in elf Jahren ist möglich, so der Solarenergie-Ingenieur.

Olaf Achilles hat nach eigenen Angaben kein Handbuch zur technischen Umsetzung der Energiewende geschrieben. Vielmehr ist sein Buch Solarstaat nicht mehr als die Einleitung zur Betriebsanleitung für die von ihm kreierte Begrifflichkeit der „Energiekehre“. Es ist somit der Anstoß zur Energiekehre, die zuallererst in den Köpfen stattfinden muss, so der Autor. Bei der Energiekehre handelt es sich um eine aufwendige wie nachhaltige Revolution, die alle Strukturen unserer Gesellschaft auflöst und ablöst. „Es ist eine Überwindung, zuzulassen, dass es neben den gewohnten Mustern auch andere Wahrheiten gibt. Es gibt nämlich kein physikalisches Gesetz, das besagt, dass Erneuerbare Energien uns niemals und schon gar nicht in elf Jahren komplett mit Strom versorgen können. Dass dies möglich ist, lassen wir uns nicht ausreden. Wie es möglich wird, ist eine gemeinsame Denksportaufgabe. Und wir werden sie lösen. Totalität bedeutet vor allem eins – zentrale Strukturen. Zentrale Energiestrukturen sind hierbei ein gutes Beispiel. Diese Strukturen bestimmen unseren gesellschaftlichen und politischen Alltag seit Beginn der Republik. Wir brauchen ein völlig neues Verständnis unserer Strukturen in der Energieversorgung, in der Gesellschaft und in unserem Staatswesen. Nur eine Energiekehre führt uns zu diesem Ziel, auch indem wir dabei den Atomstaat und seine ihn vertretenden Organisationen und Institutionen transzendieren.“ so der Autor abschließend in seinem Buch.

„Ich würde mein Geld in die Sonnen- und Solarenergie stecken. Welch eine Energiequelle! Ich hoffe, dass wir nicht auf das Ende der Öl- und Kohlevorräte warten müssen, bis wir das angehen.“ Thomas Edison, 1847 - 1931

Das Buch ist ab sofort im Handel erhältlich.

http://www.amazon.de/dp/3844212833
http://www.epubli.de/shop/buch/Solarstaat-Olaf-Achilles-9783844212839/11678

Kategorie: Allgemein

14
Dezember
2011

Siemens Energy: 66 Millionen Euro in für neues Brenner-Testzentrum

Siemens baut in Ludwigsfelde nahe Berlin ein neues Brenner-Testzentrum für Gasturbinen. Das Testzentrum soll bereits 2014 in Betrieb gehen. Das geplante Testzentrum wird eine wichtige Rolle bei der Neu- und Weiterentwicklung von Siemens-Gasturbinen spielen um sich gegen die Mitwerber wie General Electric und Alstom auch langfristig zu behaupten.  In dem Testzentrum sollen primär die Brenner für die Gasturbinen erprobt werden, die Temperaturen von bis zu 1.500 Grad erreichen können. Das neue Zentrum soll u.a. über drei Zellen zum Test von Verbrennungsvorgängen unter realistischen Einsatzbedingungen verfügen. In einer Gasturbine werden dabei Erdgas oder Heizöl unter hohem Druck mit Luft vermischt und von bis zu 24 identischen Brennern gezündet. Derzeit beschäftigt Siemens alleine in seinem Berliner Gasturbinenwerk rund 3.500 Mitarbeiter. Nach Angaben von Siemens stößt  ein modernes Gaskraftwerk rund 470 Gramm weniger klimaschädliches Kohlendioxid pro produzierte Kilowattstunde Strom aus, als ein neues Kohlekraftwerk. Hocheffiziente Gasturbinen und Gas- und Dampfturbinenbetrieb-Kraftwerke  sind Teil des gesamten Siemens-Umweltportfolios, mit dem der Konzern im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Dies macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlichen Technologien.

Kategorie: Allgemein

07
Dezember
2011

1. „ÖKOSTROM TANKE“ in Verden

„Wir denken zukunftsorientiert. Dazu gehört auch, dass wir uns aktiv mit dem stetigen Ausbau erneuerbarer Energien sowie dem damit verbundenen Klimaschutz befassen“, sagt Joachim Weiland, Geschäftsführer der Stadtwerke Verden GmbH. „Ein wichtiger Baustein in diesem Vorhaben ist der Ausbau der Elektromobilität“, so Weiland weiter. Ab sofort steht auf dem Kundenparkplatz vor dem Haupteingang der Stadtwerke Verden, Am Allerufer 6, die erste Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Vorerst kann hier kostenlos VerNaturstrom getankt werden, der zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammt.

Politisch gewollt, sollen bis 2020 allein in Deutschland 1 Million Elektro-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Wie bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen eine Tankstellen-Infrastruktur angeboten wird, muss zukünftig auch für Elektro-Mobile eine bedarfs- und marktgerechte Lade-Infrastruktur aufgebaut werden. Mit der neuen Ladesäule bietet die Stadtwerke Verden GmbH „e-Mobilisten“ eine neue Anlaufstelle, um Strom zu tanken.

Die „ÖKOSTROM TANKE“ der Stadtwerke Verden GmbH ist zudem ein echter Hingucker: Mit dem weißen Stecker-Symbol auf grün-rotem Hintergrund sowie dem Hinweis auf das Ökoprodukt „VerNaturstrom“, ist schon von Weitem die Information erkennbar, dass es hier ausschließlich Ökostrom zu tanken gibt. Außerdem sind die Ladeanschlüsse mit allen zurzeit gängigen Elektro-Fahrzeugen kompatibel. Die „Befüllung“ erfolgt je nach Fahrzeugtyp mit 230 V Wechselstrom oder 400 V Drehstrom. Ladesäule und Fahrzeug ermitteln dabei automatisch die richtige Ladespannung und den benötigten Ladestrom. Da bisher noch kein Stecker als Standard definiert wurde, verfügt die Verdener „ÖKOSTROM TANKE“ neben zwei haushaltsüblichen, zweipoligen Schuko-Steckdosen über zwei Anschlussmöglichkeiten für einen siebenpoligen Stecker. Hier ist jeweils eine Schnell-Lademöglichkeit über 16 A oder sogar 32 A möglich. Somit kann die Ladezeit auf ca. 1 Stunde deutlich verkürzt werden. Vor dem ersten Tankvorgang muss sich jeder Kunde im Kundenzentrum der Stadtwerke Verden anmelden. Nach einer kurzen Einweisung in die Nutzung der „ÖKOSTROM TANKE“ erhält man eine Tankkarte, die den Zugang zur Ladesäule ermöglicht.

„Diese Ladesäule ist ein weiterer Baustein rund um den Ausbau der Elektromobilität und zudem ein Beitrag zur Technologieentwicklung für eine moderne Mobilitäts-Infrastruktur“, sagt Joachim Weiland. „Wir sind sicher“, so Weiland weiter, „dass wir mit unserer „ÖKOSTROM TANKE“ dazu beitragen, den Bürgerinnen und Bürgern Verdens die Elektromobilität ein weiteres Stück näher zu bringen. Aus diesem Grund werden wir innerhalb der nächsten Wochen eine zweite „ÖKOSTROM TANKE“ in der Verdener Innenstadt in Betrieb nehmen“, so Joachim Weiland abschließend. 

Weitere Informationen rund um das Thema Elektromobilität, die neue „ÖKOSTROM TANKE“ und das Ökoprodukt „VerNaturstrom“ erhalten interessierte Kunden wie gewohnt im Kundencenter der Stadtwerke Verden.

Kategorie: Allgemein

28
November
2011

Ökostrom vom Schuldach

In Falkensee wurde am 24.11.2011 die Photovoltaikanlage der Lessing Grundschule u.a. mit einem gesponserten Solardisplay der B5 Solar GmbH eingeweiht. Neben dem Bürgermeister von Falkensee, Herrn Müller, der Schulleiterin, Frau Kremer, dem Investor der Solaranlage, Herrn Kirschbaum sowie den Mitarbeitern der B5 Solar GmbH, waren auch die 6ten Klasse der Lessing Grundschule anwesend. Auf dem Solar-Display können die Kinder nun z.B. die CO2 Einsparung ablesen und wie viel Strom die Zellen insgesamt bisher produziert haben, sowie mit welcher Leistung die Photovoltaikanlage aktuell arbeitet.    © 2011 B5 Solar GmbH

Kategorie: Projekte

10
November
2011

Studie: Ein nachhaltiger Run auf Ökostrom ist ausgeblieben!

Eine Studie der Nordlight Research GmbH in Hilden sagt aus, dass weiterhin der Preis das Verhalten der Stromkunden bestimmt, auch nach Fukushima.
Denn eine nachhaltige Nachfrage  nach Ökostrom oder andere atomstromfreie Tarifen sei ausgeblieben.  Dies ist das Ergebnis der aktuellen Marktstudie "PrivateStromkunden in Deutschland 2011" des Marktforschungsinstituts. Hierzu wurden 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren seit 2008 jährlich zu ihren Einstellungen und ihrem Verhalten als Stromverbraucher sowie zu ihren Tarif- und Anbieterpräferenzen befragt. Die letzte Untersuchung erfolgte sechs Monate nach dem Reaktorunglück in Japan. Direkt nach dem Unfall hatte noch jeder dritte Stromkunde mit dem Gedanken gespielt, kurzfristig einen Anbieter- oder Tarifwechsel zu vollziehen. Tatsächlich vollzogen haben diesen nach eigenen Angaben aber lediglich sieben Prozent, man die durchschnittliche jährliche Anbieterwechselquote  liegt bei fünf Prozent. Zwei Drittel der Deutschen Gesellschaft sehen hingegen aufgrund der Ereignisse vom März 2011 keinen Anlass, ihr eigenes Verhalten als Stromkunden zu überdenken oder zu verändern. Es gibt jedoch auch positive Ergebnisse: Unter den grundsätzlich wechselbereiten Stromkunden (34% des Gesamtmarktes) hat sich der Anteil der ökostromaffinen Verbraucher gegenüber 2010 von 10 auf aktuell 18 Prozent nahezu verdoppelt. Im 4. Quartal 2010 und im 1. Quartal 2011 wechselten rund drei Prozent aller Haushalte ihren Anbieter - in der Regel jedoch preisgetrieben. Im 2. Quartal 2011 wechselten etwa zwei Prozent, hierfür zeichneten insbesondere  die  Ereignisse  um verantwortlich. Im 3. Quartal sinkt jedoch der Wechselanteil auf unter ein Prozent. Erstaunlicherweise sind, laut der Studie aus Hilden, die Kunden des insolventen Billigstromanbieters TelDaFax auch nach dessen Pleite und dem automatischen Wechsel zum Grundversorger weiterhin wechselbereit: 70 Prozent sind bereits wieder aus dem Grundversorgungstarif gewechselt oder haben dies aktuell vor. Die größte Markenstärke der Stromkunden (gemessen an der Aufpreisbereitschaft) weisen derzeit folgende Anbieter auf: Stadtwerke, GREENPEACE Energy, LichtBlick und E WIE EINFACH.

Kategorie: Allgemein

02
November
2011

Netzengpässe führen zur Abschaltung von Windenergieanlagen

Laut des Bundesverbandes für WindEnergie e.V. ist die Abschaltung von Windenergieanlagen um bis zu 69 Prozent gestiegen.

Im Auftrag des Bundesverbandes kommt die Firma ECOFYS zu diesem Ergebnis in einer ihrer Studien. Im Jahr 2010 sollen demnach bis zu 150 Gigawattstunden Windstrom verloren gegangen sein, da die Netzbetreiber ihre Anlagen abgeschaltet haben. Im Vergleich zu 2009 entspricht dies einer Steigerung um bis zu 69 Prozent.
Auch in der Gesamtzahl nahmen die im Erneuerbaren Energien Gesetz geregelten Abschaltungen zu. Gab es 2009 noch 285 sogenannte EinsMan-Maßnahmen (EinsMan = Einspeisemanagement), waren es 2010 bereits 1085. Der durch Abschaltungen verlorengegangen Strom entspricht dabei einem Anteil von bis zu 0,4 Prozent an der in Deutschland im Jahr 2010 insgesamt eingespeisten Windenergie. Die meisten Abschaltungen wurden laut der Studie von der E.ON Netz GmbH durchgeführt: Etwa vier Fünftel der EinsMan-Maßnahmen fanden in ihrem Netzgebiet statt.

Die komplette ECOFYS Studie finden Sie unter:
http://www.wind-energie.de/infocenter/studien

Kategorie: Windkraft