Trotz der Energiewende in Deutschland stecken deutsche Hersteller wie Solon, Q-Cells und Conergy in der Krise. Selbst im Boomjahr 2010 gingen Marktanteile und Profitabilität an chinesische Hersteller verloren.
Laut der Unternehmensberatung PRTM Management Consultants hat sich der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahr auf rund zwei Milliarden Euro versechsfacht, bereits 45 % des Umsatzes generieren chinesische Solarmodulhersteller.
Der Preisverfall der kristallinen Siliziummodule wird hierbei verursacht durch preisgünstige Angebote von LDK, Suntech und Yingli Green Energy, den 3 größten chinesischen Herstellern. Aber auch die Reduktion der Fördersätze in einigen EU Ländern lässt insgesamt die Nachfrage sinken.
In der Spezialisierung auf Dünnschicht-Module setzen in der Krise hingegen Unternehmen wie Soltecture und Inventux aus Deutschland. In einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel wünscht sich Timon Meyer, Geschäftsführer des Vereins Berlin Solar Network, "Wenn das Land die Installation von Anlagen aus regionaler Produktion finanziell fördern würde, wäre allen geholfen."
Auf dem Kapitalmarkt wird von einem Investment in deutsche Solarfirmen derzeit abgeraten, wenn überhaupt seien nur "kurzfristige Spekulationen" ratsam. Insgesamt geht man dort im laufenden Jahr von einer weiteren Reduktion der deutschen Gewinne aus und sieht weitere deutsche Solarhersteller in die Verlustzone rutschen.