Umweltschutz wird sichtbar – Projekt „Öko Visuell“ der Stadtwerke Bochum

Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Deponiegas und Erdwärme nutzen die Stadtwerke Bochum zur regenerativen Energieerzeugung dort, wo sie effizient und im Einklang mit der Natur Energie erzeugen können. In deutschlandweiten Projekten aber auch vor Ort in Bochum werden aus erneuerbaren Energiequellen umweltfreundlich Strom und Wärme gewonnen. Einen Überblick über alle ökologischen Projekte der Stadtwerke, genaue Ertragsmengen und Erklärungen zu den Funktionsweisen der einzelnen Anlagen stellen die Stadtwerke Bochum ab sofort auf ihrer Internetseite unter www.stadtwerke-bochum.de/oekovisuell vor.

„Wir möchten zeigen wie vielfältig erneuerbare Energien genutzt werden können und den ausgewogenen Energie-Mix der Stadtwerke Bochum anschaulich dokumentieren“, beschreibt Bernd Wilmert, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, die Intention des neuen Projekts.

Die Stadtwerke Bochum machen mit dem bislang einzigartigen Projekt „Öko Visuell“ die umweltfreundliche Stromerzeugung für jedermann sichtbar. So zeigen hilfreiche Skizzen beispielsweise wie aus Biogas über Gasbrunnen, Verdichter, Heizkraftwerk und Trafo schließlich Strom und Wärme erzeugt wird. Einen Klick weiter sind alle technischen Daten der Anlage aufgelistet und unter dem Punkt „Energieproduktion“ ist zu jedem Projekt die tagesaktuell erzeugte Energiemenge aufgelistet. Interessant ist auch die Berechnung der vermiedenen CO2-Menge, die zu jedem Erzeugungsprojekt errechnet wird. So vermeiden die Stadtwerke zum Beispiel mit der Stromerzeugung im Solarkraftwerk im fränkischen Gnodsadt, seit Inbetriebnahme der Anlage Ende 2007, jährlich über 1.000 Tonnen Kohlendioxid.

Die Besucher der Stadtwerke-Internetseite können in Zukunft verfolgen wie der Ausbau der regenerativen Energieerzeugung mit der Zeit immer weiter wächst. Auch in der realen Welt ist die Vielfalt regenerativer Energieerzeugung bei den Stadtwerken zu sehen. Im Verwaltungsgebäude des Bochumer Energieversorgers entstand ein offener Ausstellungsraum, der sich an das Atrium der Stadtwerke, am Ostring 28, anschließt. Auf ca. 50 m² zeigen dort Ausstellungstafeln mit großflächigen Bildern und erläuternden Texten, Videos sowie große und kleine Exponate die Nutzung regenerativer Energiequellen zur Stromerzeugung. Zu den Öffnungszeiten des Bochumer Energieversorgers sind Kunden, Schüler und alle interessierten Bochumer Bürger herzlich eingeladen, sich vor Ort kostenlos über die umweltfreundliche Energieerzeugung zu informieren.

Als besonderer Blickfang ragt eine Rotorspitze einer Original-Windenergieanlage, wie sie im kommenden Jahr im Offshore-Windpark Borkum West II installiert wird, neben dem neuen Ausstellungsraum 5,50 Meter in die Luft. Das Geschenk der Firma AREVA Wind aus Bremerhaven wiegt stattliche 550 Kilogramm und kann nur mittels Schwerlastrollen bewegt werden. „Auf dieses Exponat sind wir besonders stolz“, erzählt Thomas Schönberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bochum. „Steht man neben dem Zipfel des Rotorblatts, werden die Dimensionen einer solchen Anlage, deren Rotorblätter auf hoher See 148 Meter in die Luft ragen, erst richtig deutlich.“

Hier geht es zu „Öko Visuell“ der Stadtwerke Bochum:

www.stadtwerke-bochum.de/oekovisuell

Energiegewinner

Die Energiegewinner Genossenschaft (eG) projektiert, errichtet und betreibt sogenannte Bürgersolaranlagen oder auch Bürgerkraftwerke. Hierbei unterscheidet sie sich von anderen Initiativen durch eine neuartige  Struktur. Jedes neue Mitglied der Genossenschaft, welches mindestens einen Geschäftsanteil von 50,- Euro zeichnet, wird auch gleichzeitig selbst Eigentümer von z.B. Solarmodulen der projektierten Photovoltaikanlagen.

Die Energiegewinner engagieren sich dabei primär lokal, wie z.B. den aktuellen Projekten unter:

http://www.energiegewinner.de/projekte/ zu entnehmen ist.

Vorteile für Bürgersolarprojekte sind laut der Genossenschaft:

  • Die Gründung von einzelnen Rechtsformen für Bürgersolar-Projekte entfällt gänzlich.
  • Jedes Genossenschaftsmitglied beteiligt sich direkt an den jeweiligen Solaranlagen (kein geschlossener Fond).
  • Die angedachten und ausgeführten Projekte werden nicht vermischt, sondern bleiben autark.
  • Die Auszahlung der EEG-Erträge wird exakt berechnet, somit erhalten die Genossenschaftsmitglieder keineschwankenden Gewinnbeteiligungen.
  • Lokales Engagement steht im Vordergrund  und wird zusätzlich gestärkt durch die Mitwirkung lokaler Akteure wie z.B. von Städten und Vereinen.
  • Es besteht ein geringerer bürokratischer Aufwand für jedes Projekt und durch eine gemeinsame Verwaltungkönnen ggfs. Synergien genutzt werden.
  • Alle Beteiligten (Unternehmen, Städte und Gemeinden, Vereine uvm.) bilden eine gemeinsame Unternehmung bei der jeder für sich stärker vernetzt wird und letztlich an Erfahrung gewinnt.

Die Energiegewinner eG ist ein noch junges Unternehmen und wurde 2010 von engagierten Menschen in Köln gegründet und ist seitdem auch im Prüfungsverband der Sozial- und Wirtschaftsgenossenschaften e.V.  engagiert.


Weiterführende Informationen erhalten Sie unter: http://www.energiegewinner.de

ökocity

ein Projekt der Stadtwerke Pforzheim

Logo von ökocity

Klimaschutz ist das oberste Ziel der Stadtwerke Pforzheim (SWP) und Ihrem Projekt ökocity, sie sorgen für eine möglichst umweltschonende Energieversorgung in Pforzheim und in der Region. Die Sorge um eine saubere, lebenswerte Umwelt und die Frage nach bezahlbarer Energie bewegt aber nicht nur die Stadtwerke Pforzheim, sondern eine Mehrheit der Menschen in Deutschland. Sie fragen, welche Technologie und welches Verbraucherverhalten bestmöglich Ressourcen und Klima schont und dabei wirtschaftlich vertretbar bleibt. Eine Energiewende kann nur funktionieren, wenn alle zusammenarbeiten, Privathaushalte und Energieversorger, Industrie und Verkehr. Gleichzeitig sind anspruchsvolle individuelle Konzepte gefragt, die unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.

Neben Informationen geht es jetzt ums Handeln. Und da kommt ökocity ins Spiel. ökocity ist das neue Klimalabel der SWP und informiert über klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen auf dem Energiesektor und über umweltgerechte Projekte und Aktivitäten von SWP und seinen Partnern. ökocity will außerdem zum Mitmachen animieren: "Spüren Sie Orte voller Energie auf – beispielsweise bei einer Klima-Tour durch Pforzheim." Probieren Sie Alternativen zu herkömmlichen Fahrzeugen aus. Diskutieren Sie mit den Stadtwerken über die Zukunft verschiedener Energieträger. Unterstützen Sie Klimaschutz-Maßnahmen. Entscheiden Sie sich für Ihre Variante der Energievernunft nicht nur in Pforzheim.

Für den Klimaschutz haben sich die SWP bis zum Jahr 2025 insgesamt sieben Primärziele gesetzt:

1. Umweltschutz durch bessere Ausnutzung der Energieressourcen

Die SWP verdoppeln bis 2025 die Erzeugung von Strom und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Der Hintergrund: Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung nutzen die eingesetzte Primärenergie zur Erzeugung von Strom und Wärme gleichzeitig. So wird der eingesetzte Rohstoff bestmöglich ausgenutzt und Emissionen werden verringert. In Pforzheim sollen zentrale und dezentrale Kraftwerke für die geplante Menge an Energie sorgen. Außerdem wollen die SWP ihr Fernwärmenetz ausbauen, sodass noch mehr Haushalte die ökologisch sinnvolle Fernwärme beziehen können. Ein Beispiel dafür ist das Neubaugebiet Tiergarten, das ans Fernwärmenetz angeschlossen ist.

2. Umweltschutz durch den Einsatz regenerativer Energien

Bis 2025 wollen die SWP Strom zu 100 Prozent sowie Wärme zu 50 Prozent aus regenerativen Quellen und Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen. Zum Vergleich: Heute beträgt die Bereitstellungsquote von kernkraftfreiem Strom für Haushalte immerhin schon 90 Prozent. Neben ihrem lokalen und regionalen Engagement wollen die SWP eine konsequent ökologische Energiewende durch die Beteiligung an größeren und großen Projekten regenerativer Energieerzeugung erreichen, beispielsweise an deutschen On- und Offshore Windenergieanlagen. Gemeinsam mit weiteren Stadtwerken beteiligen sich die SWP dafür an der Thüga Erneuerbare Energien Gesellschaft.

3. Umweltschutz durch vielfältige Erzeuger

Die SWP investieren verstärkt in die Erweiterung von Nahwärmenetzen und dezentral erzeugter Energie. Dezentrale Erzeugung von Strom und Wärme ergänzt in den nächsten Jahren die Energieversorgung Pforzheims. Kommunale Projekte wie das Blockheizkraftwerk (BHKW) Emma-Jaeger-Bad und Anlagen wie das BHKW August-Kayser-Stiftung werden durch weitere Projekte ergänzt.

4. Umweltschutz durch abgestimmtes Handeln

Die SWP zielen bis 2025 eine 20-prozentige Verbesserung der Energieeffizienz auf der Verbraucherseite an. Die Verbraucher erhalten dazu Anreize in Form von Information, Beratung und Produkt-Angeboten. Dazu gehört eine umfangreiche Aufklärungsarbeit zu effizienten Wärmeerzeugern und Haushaltsgeräten, zur Wärmegesetzgebung von Bund und Land und zu Fördermaßnahmen. Die SWP kommen dieser selbst gewählten Verpflichtung insbesondere durch ihre Beteiligung am ebz Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim nach, aber auch durch Informationen in Zeitungen und eigenen Publikationen. Gleichzeitig werden sinnvolle eigene Förderprogramme aufgelegt und klimaschonende Strom- und Wärmeprodukte angeboten.

5. Umweltschutz durch Investitionen in alternative Mobilitätskonzepte

In Pforzheim sollen durch einen Innovationsschub 20 Prozent der verkehrsbedingten CO2-Emissionen Abgase eingespart werden. Wichtig ist dabei die konsequente Verschiebung der Stromerzeugung von konventionellen hin zu regenerativen Ressourcen, um die E-Mobilität klimaneutral zu gestalten. Der erste Schritt ist eine Umstellung auf klimaschonende Erdgasfahrzeuge: Die SWP gehen mit gutem Beispiel voran und stellen ihren Fuhrpark zu 30 Prozent auf Erdgasfahrzeuge um. Gleichzeitig erstellen die SWP ein Strukturkonzept zum flächendeckenden Ausbau eines E-Tankstellensystems unter der Marke „autostrom“ und fördern Elektrofahrzeuge. Dieses Projekt wird gerade durch die Einführung von E-Rollern und E-Bikes angeschoben.

6. Umweltschutz durch eine gezielte Förderpolitik

Aktuell bieten die SWP Förderprogramme zur Umstellung auf Fernwärme und zur Nutzung von Erdgas in Verbindung mit Solarthermie an. Weitere Programme folgen.

7. Umweltschutz durch Vernetzung

Gemeinsam mit Partnern wollen die SWP noch mehr für den Klimaschutz erreichen. Zu den Partnern gehören die Stadt Pforzheim, die Kreishandwerkerschaft, die Volksbank Pforzheim, die Sparkasse Pforzheim-Calw und weitere Partner, die sich ökocity durch eigene Aktionen zum Klimaschutz anschließen.

Weiterführende Informationen unter:

http://www.oekocity-pforzheim.de

http://www.stadtwerke-pforzheim.de

SCHOTT Solar Experimente-Koffer

bringt Sonnenenergie in den Unterricht

Angesichts der aktuellen Energiedebatte erscheint es immer wichtiger, junge Menschen frühBild vom Koffer an Erneuerbare Energien heranzuführen. Der deutsche Solarhersteller SCHOTT Solar möchte Lehrer dazu animieren, Versuche mit Solarenergie in den Unterricht einzubauen – und hat einen Experimente-Koffer entwickelt, mit dem Schüler einen Einblick in die dahinterstehenden Technologien erhalten. Der Koffer enthält mehrere kleine Solarmodule, die sich parallel oder in Reihe verschalten lassen. Dank Beleuchtungs- bzw. Verschattungseinheiten können die Schüler untersuchen, wie sich die Zellen unter starkem oder schwachem Lichteinfall verhalten. Ein Thermometer wiederum gibt Aufschluss darüber, wie ihre Leistung mitBild von Schülerinnen der Temperatur zusammenhängt. Darüber hinaus enthält der Koffer Bausteine für verschiedene Experimente – beispielsweise eine Farbscheibe, eine Hupe und einen kleinen Motor, um Gewichte zu heben. Außerdem liegen Versuchsanleitungen und weitere Informationen rund um Solarenergie bei. Über die mitgelieferte CD lassen sich die Versuche sogar virtuell am PC durchspielen. Andreas Pysik, Physiklehrer am Gymnasium Mainz-Gonsenheim, hat in Zusammenarbeit mit SCHOTT Solar und dem Didaktikpartner lexSolar, auf dessen Idee der Experimente-Koffer beruht, eine Bild vom offenen KofferReihe von Unterrichtsstunden dafür konzipiert. „Die Reaktionen auf die Experimente-Koffer waren und sind sehr positiv“, erklärt Pysik. „Die Schüler sind aktiver als bei klassischem Frontalunterricht und mit großer Ernsthaftigkeit bei der Arbeit. Manchmal kommen da auch kleine Aha-Effekte, wenn zum Beispiel eine Schülerin feststellt: Das funktioniert ja wie eine Batterie!“ Aus seiner Erfahrung bestätigt Pysik, dass Lehrer den Koffer und die Begleitmaterialien ohne besondere Einarbeitung oder Fortbildung einsetzen können. SCHOTT Solar erzielt mit dem Koffer keinen Gewinn – im Gegenteil! Das Unternehmen unterstützt Schulen finanziell mit rund der Hälfte des Kaufpreises, wenn sie den Koffer erwerben. Zu bestellen ist der Experimente-Koffer unter www.lexsolar.de/schottsolar.