Jetzt wechseln



Strom oder Gasanbieter wechseln

Egal ob Gas oder Strom, alles wird teurer. Gerade jetzt wieder der Strom, im letzten Jahr das Gas. Ohne geht es aber nicht. Ohne Strom nix los, ohne Gas schneidend kalt. Der normale Mitteleuropäer ist auf die Lieferung von externer Energie in seinen Haushalt angewiesen. Man kann nicht einfach sagen, das kaufe ich nicht, weil es mir zu teuer ist. Man muss es kaufen, ob man will oder nicht. Aber zu jedem Preis? Nein, es gibt ja Wettbewerb. Wenigstens es wenig. Das ist die einzige Möglichkeit für den Verbraucher, sich zu wehren. Und nach dem Motto: wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt muss der Verbraucher handeln. Er muss den Wettbewerb ausnutzen und sich einen günstigeren Anbieter suchen. Diesen Trend haben natürlich auch die großen Konzerne erkannt und Billiganbieter gegründet. Sie haben neue Markennamen geschaffen, bei denen der Kunde denken soll, wie günstig der wohl ist. In Wirklichkeit ist das auch der gleiche große Konzern, nur halt mit einem preiswerteren Angebot. Das hat natürlich auch den Vorteil für den Kunden, dass hinter so manchem Billiganbieter ein starker Konzern steckt. Ist es eigentlich ein Risiko, den Anbieter zu wechseln? Man will ja nicht plötzlich ohne Strom oder Gas dastehen. Was tun, wenn der neue Anbieter nicht funktioniert und der alte bereits gekündigt ist? Keine Bange, das funktioniert. Es sei denn, man erwischt eines von der schwarzen Schafen. Aber auch dann steht man nicht ohne Energie da. Es gibt für jedes Gebiet in Deutschland einen Grundversorger, der immer liefern muss(!), egal ob ein aktueller Vertrag besteht oder nicht. Das Vertragliche kann auch im Nachhinein geklärt werden, die Lieferung darf nicht unterbrochen werden. Natürlich gilt das nur, wenn der Kunde bezahlt, bei Zahlungsverzug gelten andere Regeln. Es ist ja auch nicht so, dass beispielsweise bei einem Vertrag mit einem Anbieter aus einem anderen Bundesland von diesem zum Kunden eine neue Leitung gelegt wird und der Strom (oder Gas) dann exklusiv für diesen Kunden von diesem Anbieter geliefert wird. Strom oder Gas werden immer vom regionalen Grundversorger geliefert, nur die Bezahlung geht an einen anderen Anbieter. Und dieser andere bezahlt dann den Grundversorger. Ist also letztlich nur eine Frage von Verträgen zwischen den Anbietern und der Verrechnung durch Computer. Was ist wichtig bei Anbieterwechsel? Einen neuen Anbieter zu finden, stellt kein Problem dar. Wer Zugang zum Internet hat, ruft dort die diversen Wechselseiten auf. Das gilt auch bei Gas. Ein bekannte Portal zum Wechseln ist TOPTARIF. Aber auch viele Anbieter haben eine Wechselseite sowie die Verbraucherzentralen. Diese sind auch per Post oder persönlich für diese Beratung zu erreichen. Man sollte sich immer mehrere Vorschläge einholen. Auf den Seiten eines Strom- oder Gasanbieters kann man nämlich kaum einen objektiven Vorschlag erwarten. Die eigenen Tochterunternehmen werden dort immer günstiger dargestellt. Viele Internetseiten zum Stromwechseln bieten einen Rechner an, bei dem der Kunden nur seine Postleitzahl und seinen Stromerbrauch eingibt, schon erhält er eine lange Liste möglicher günstiger Anbieter. Wenn man das aber mal ganz genau ansieht, wird man feststellen, dass sich sehr viele dieser Seiten mit Stromrechner ihre Informationen von TOPTARIF holen. Wichtig beim Suchen nach einem neuen Anbieter per Internet ist die Einstellung der Suchmaske. Hier kann und sollte man seine persönlichen Präferenzen einstellen. Möchte man Anbieter mit Vorauskasse, Kaution, Wechselbonus oder Preisgarantie? Welcher ist der bisherige Energieversorger, welchen Tarif habe ich bei diesem? Eine falsche Einstellung hier und man erhält Ergebnisse, die nur scheinbar günstigere Anbieter zeigen. Der Suchende sollte immer den Betrag seiner Energierechnung, den er letztens bezahlt hat, dabei haben und mit den vorgeschlagenen Beträgen vergleichen. Beachten sollte man, ob man wirklich interessiert ist, einen Anbieter mit Vorkasse zu wählen. Dabei wird der Jahresbetrag im Voraus bezahlt, dadurch ist das natürlich günstiger. Der Anbieter kann ein Jahr mit dem Geld des Kunden arbeiten und gibt diesen Vorteil weiter. Aber was ist, wenn dieser Anbieter falsch kalkuliert hat und im Laufe des Jahres Pleite geht? Dann wird der Kunde zwar zunächst weiterhin versorgt, aber das Geld ist weg. Bevor dieses Risiko eingegangen wird, sollte man daher die Bewertungen ansehen, die andere Kunden über diesen Anbieter geschrieben haben. Ähnliches gilt bei der Preisgarantie. Beträgt sie nur drei Monate, kann man danach eine böse Überraschung erleben. Und man ist dann meist 12 Monate an diese Firma gebunden. So wird das Schnäppchen schnell zum Desaster. Hier gilt es besonders, die Erfahrung anderer Kunden über vorhergehende Preiserhöhungen zu studieren. Bei Unternehmen mit einem Monat Kündigungsfrist kann man nicht falsch liegen. Aber diese Unternehmen müssen auch rechnen, und so werden deren Angebote nicht so günstig sein. Ein Angebot mit zwölf Monaten Preisgarantie, ohne Vorkasse, ohne Kaution, mit Bonuszahlung und einem Monate Kündigungsfrist kann es nicht geben. Am besten noch mit Ökostrom. Alles kann man halt nicht haben. Eine Bonuszahlung beim Stromwechsel bieten die meisten Unternehmen an. Diese wird oft nach einem Jahr fällig und von der Jahresrechnung einmalig abgezogen. Den eigentlichen Wechselvorgang sollte man dem neuen Unternehmen überlassen. Man gibt nur seine Daten und die Zählernummer an, den Rest erledigt der Neue. Einschließlich der Kündigung des Alten.

Wird unterstützt von: